Sind Alexa und Co. ein Job-Killer?

Unkenrufe ziehen durch das Land: Kl (künstliche Intelligenz) und Algorithmen ersetzen die Assistenz. Auf der einen Seite stimmt das. Sprachassistenten und damit verknüpfte Algorithmen oder elektronische Workflows werden einige Aufgaben im Sekretariat ausführen können. In der aktuellen Berichterstattung finden sich immer mehr Beiträge, was Computer oder Roboter leisten können. Zur Zeit existiert ein Werbevideo zu Alexa for Business in den USA, das die momentanen Möglichkeiten aufzeigt (https://www.youtube.com/user/AmazonWebServices):

  • Sitzungsräume buchen und verwalten
  • Präsentationen starten
  • Termine vereinbaren, eintragen, daran erinnern
  • Auskünfte z. B zu „Wer sitzt in welchem Raum?“ geben
  • Büromaterial bestellen
  • Drucker verwalten
  • Druckaufträge ausführen oder umleiten

Das hört sein vielleicht nach Entlastung an. Das ist es bestimmt auch. Wenn Aufgaben wegfallen durch Alexa und Co. – wo kommen neue her? Und wer wird Ihnen diese neuen Aufgaben zuweisen? Was weiß Ihr Umfeld über Ihre Aufgaben? Welche Sichtbarkeit hat Ihre To-do-Liste? Wie kommen Sie zu neuen Zuständigkeiten: proaktiv oder weil andere auf Sie zukommen?

Für diese Veränderung braucht auf der einen Seite eine Offenheit für die neuen Möglichkeiten. So können Sie abschätzen, was die Einflüsse auf Ihren Arbeitsplatz sein werden. Auf der anderen Seite braucht es eine andere Positionierung und Vermarktung: Was ist Ihr menschlicher Mehrwert? Was ist wahrscheinlich „substituierbar“ – also durch Roboter, KI, Algorithmen ersetzbar? Dabei ist auch die neueste Robotergeneration bzw. der nächste Entwicklungsschritt zu berücksichtigen.

Aus heutiger Sicht sind Bestandteile des menschlichen Mehrwerts:

  • Verschwiegenheit
  • Loyalität
  • Flexibilität ohne Vorhersagbarkeit
  • menschliche Ratgeberfunktion, die ahnt, wann zuhören und wann Rat gefragt ist.

Was sind an Ihrem Arbeitsplatz weitere Aspekte des menschlichen Mehrwerts? Bedenken Sie dabei, was Alexa und Co. heute schon können.

Es finden sich aber auch Berichte, wo heute noch die Grenzen sind. Haben Sie über das Roboter-Hotel in Japan gelesen (https://www.youtube.com/watch?v=C6bQHUlq664&index=9&list=PLpgCJq8yHnPpII0DmYeshGRgIUj_ajiVo&t=0s)? Der Manager hat für die Rezeption, den Koffertransport und die Concierge-Funktion Roboter eingesetzt. In der Presse war das Hotel im Januar 2019, weil etwa die Hälfte der Roboter durch Menschen ersetzt wurde. Der Concierge-Roboter weckte laute Schnarcher mit der Frage „Das habe ich nicht verstanden, können Sie das bitte wiederholen?“ Die Rezeptionsroboter konnten nicht auf alle Fragen der Hotelgäste reagieren. Der Koffertransportroboter brauchte idealen Untergrund. Wichtig war für mich die Aussage, dass mit den derzeitigen Möglichkeiten die Ziele nicht zu erreichen sind. Für mich heißt das, dass die Hotelleitung leistungsfähigere Roboter mit diesen Arbeiten betrauen wird, sobald eine neue Generation verfügbar ist.

Also: ran an den Speck und raus in die‘ Bütt! Treten Sie mit Ihrem neuen sichtbaren Mehrwert auf, vermarkten Sie sich und bleiben (oder werden) Sie technisch affin.

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Die Not-to-do-Liste (geliehen aus den Känguru-Chroniken)

Das Sekretariat ist ein Dienstleistungs-Arbeitsplatz. Damit ist bereits viel klar bzw. eigentlich unklar: Die Zuständigkeiten sind nicht eindeutig zu regeln. Zu Dienstleistung gehört, dass es viele Kollegen gibt, die mehr oder anderes von Ihnen erwarten oder die einfach Arbeit an Sie „abschieben“. Stellenbeschreibungen regeln meist nur grob die Zuständigkeiten, falls Sie überhaupt eine Stellenbeschreibung oder -profil haben. Eine Teilnehmerin aus einem mittelständischen Unternehmen brachte das in einem Seminar auf den Punkt: Vom Weihnachtsbaum bis zum Toilettenpapier – das ist meine Zuständigkeit.

Diese eigentliche „Nicht“-Definition von Zuständigkeit macht das planvolle Arbeiten schwer und manchmal auch unmöglich. Natürlich geht es im Sekretariat um Service und Dienstleistung für andere – allen voran für Ihren Vorgesetzten. Doch manch gutes Ding will Weile haben und ist eben nicht mal schnell nebenbei erledigt. Daher braucht es auch im Sekretariat einen Platz für die eigene To-do-Liste und Raum für geplantes Arbeiten.

Ein Rezept dafür ist die Not-To-do-Liste. Bitte nicht lachen – das meine ich ernst! Die Not-to-do-Liste ist eine Übersicht der Aufgaben und Zuständigkeiten, die nicht Ihre sind.

So kommen Sie zur Not-To-do-Liste

In den meisten Fällen reicht es, wenn Sie für diese Liste in der Analysephase die Erledigungen für die Kollegen und Kolleginnen sammeln. Für Vorgesetzte ist selten Spielraum für „Mach es am Besten selbst“ oder „das mache ich nicht“. Notieren Sie über mehre Wochen in einer Datei oder auf Papier

  • Was Sie ungern für KollegInnen tun
  • Was Ihnen auf die Nerven geht
  • Wofür eigentlich andere zuständig sind
  • Was die Kollegen eigentlich selbst tun sollten

Ich bin ganz sicher, dass diese Liste bald viele Punkte haben wird. Wichtig ist, dass die Datei / das Papier schnell greifbar ist, so dass Sie sofort nach einer solchen Arbeit diese in der Liste notieren können. Nach einigen Wochen nehmen Sie sich Zeit und bearbeiten die Liste. Streichen Sie, was mehrfach aufgeführt ist. Danach clustern Sie:

  • Wofür sind andere zuständig?
  • Was machen einige Kollegen selbst und andere nicht?
  • Was ist aufwändiger oder komplizierter, wenn Sie es machen?

Im nächsten Schnitt klären Sie mit sich selbst, was Sie in Zukunft erledigen wollen und was Sie nur noch tun, wenn Sie freie Kapazitäten haben.

Für alles, wofür eigentlich andere zuständig sind, brauchen Sie kein OK Ihres Chefs, um dies nicht mehr zu tun. Sie brauchen nur mehr Konsequenz. Starten Sie mit einem ersten Nein und dem Verweis auf die richtige Zuständigkeit. Vielleicht fällt es Ihnen leichter, konsequenter zu sein, wenn Sie gut drauf sind. Vielleicht fällt das erste Nein bei einem Kollegen leichter, der Ihnen sympathisch ist – oder gerade nicht sympathisch ist. Das Wichtige ist anzufangen!

Alles, was aus Ihrer Sicht nicht mehr bei Ihnen landen sollte, aber bisher ohne Absprachen war, braucht eine Entscheidung des Chefs. Diese bereiten Sie vor. Mit Ihrer Analyse zur Not-To-do-Liste haben Sie bereits eine gute Grundlage über das „Wie häufig“ und „Für wen“. Versuchen Sie den Zeitbedarf für diese Aufgaben zu schätzen und auf einen Tag oder eine Woche zu berechnen. Diese Summe kann überraschend sein. Wenn Sie diese Zahl haben, überlegen Sie, was Sie in dieser Zeit für Ihren Vorgesetzten erledigen könnten – das ist der „Köder“ oder das „Leckerli“ für den Vorgesetzten. Vielleicht finden Sie noch Argumente, warum der Prozess effizienter ist, wenn Sie sich nicht mehr darum kümmern. Wenn Ihr Chef Ihren Argumenten folgt, vereinbaren Sie, wie die Mitarbeitenden davon erfahren. Vielleicht bringen Sie den Punkt in das Teammeeting ein. Oder Ihr Vorgesetzter informiert per Mail. Danach brauchen Sie „nur“ wieder Konsequenz, damit die Mitarbeitenden merken, dass Sie diese Aufgabe(n) wirklich nicht mehr machen.

Mit dieser Vorgehensweise kommen Sie zu mehr Freiraum für Ihre eigentlichen Aufgaben und haben mehr Zeit für Chefentlastung. Vielleicht berichten Sie hier über Ihre Erfahrungen. Viel Erfolg!

Assistenzen machen Chefs erfolgreicher!

Kennen Sie die Marshmallow-Challenge? Ein Team von vier Personen erhält 20 Spaghettis, Kreppband, Schnur und einen Marshmallow. In 18 Minuten gilt es, im Wettbewerb mit anderen Teams den höchsten freistehenden „Turm“ zu bauen. Auf der Spitze des Turms ist der Marshmallow zu platzieren. Dieser Wettbewerb findet weltweit statt – mit erstaunlichen Ergebnissen. Am erfolgreichsten (außer Statikern) sind Kindergartenkinder. Sie planen wenig, sondern probieren „iterativ“ immer wieder aus, was geht und was nicht.  Über die Prototypen sammeln sie Erfahrungen. Die Teams mit Erwachsenen orientieren sich, planen und bauen oft in den letzten Minuten einen Turm.

Spannend ist das Ergebnis, wenn es um CEOs geht. CEOs alleine liegen unter den Höhen der Kindergartenkinder. Sind im Team Executive Admins dabei, steigert sich die Höhe erheblich. Das Ergebnis ist besser als das der Kindergartenkinder! Zurückgeführt wird das von Tom Wujec auf die „facilitating skills“ der Executive Admins. Sie würden den Prozess managen. Nach seiner Erkenntnis ist die Grundlage für Erfolg die Kombination von Expertise (das bringt ein CEO ein) und von „facilitating skills“ (das bringt die Assistenz ein).

Unter https://www.youtube.com/watch?v=H0_yKBitO8M&list=PLpgCJq8yHnPpII0DmYeshGRgIUj_ajiVo&index=13&t=0s ist sein TED-Beitrag dazu zu sehen.

Was heißt das für Ihre Praxis? Seien Sie sich Ihres Wertes bewusst und bringen Sie sich aktiv in Prozese ein. „Verkaufen“ Sie Ihr Tun – vielleicht mit dem TED-Beitrag von Tom Wujec?

Quo vadis Assistenz?

Seit 2016 beschäftige ich mich mit der Frage, was die Assistentin in der Zukunft noch tun wird. Es geht dabei nicht um „Morgen“ sondern um „Übermorgen“. Einflussfaktoren für die Zukunft des Assistenz-Feldes sind u. a. die Sprachassistenten und Algorithmen bzw.  künstliche Intelligenzen. Was wird Assistenz 4.0 ausmachen?

Sprachassistenten wie z. B. Alexa greifen schon heute auf Informationen zu und geben diese weiter. Sie recherchieren im Internet, sind mit anderen Anwendungen verknüpft und übernehmen schon heute Aufgaben-, Termin- und Informationsmanagement. Eine Office-Variante von Alexa ist am Entstehen. Von einer Trainer-Kollegin höre ich, dass sie bereits erste digitale Sprachassistenten in Büros entdeckt hat. Mit dem Inkraft-Treten der europäischen Datenschutzgrundverordnung wird das sicher noch zu prüfen sein. Doch es ist heute schon absehbar, dass Routineaufgaben und reine „Informationsflüsse“ in Zukunft nicht mehr von Menschen erledigt werden.

Was sind wahrscheinlich „Jobs“ der Assistenz in der Zukunft?

Die Zukunft ist heute noch nicht da, aber der Weg dahin startet jetzt. Daher ist es wichtig, sich bald zu entscheiden, welchen Weg Sie einschlagen wollen. Ich gehe von diesen Alternativen für Assistenz 4.0 aus:

  • Assistenz auf der Ebene Vorstand und evtl. darunter: Hier wird es viel mehr als heute auch um inhaltliche Zuarbeit gehen. Daher finden noch mehr als bisher AkademikerInnen hier Platz. Hier steht der Mensch (Vorstand) so sehr im Mittelpunkt des Arbeitens, dass Alexa & Co. dies nicht vollständig leisten können. Eine Qualifikation für diesen Weg gibt es noch nicht.
  • „Service-Center“ für das mittlere Management: Für diese Ebene wird es keine persönliche Zuarbeit mehr geben. Routinen und Standards werden durch Algorithmen und Sprachassistenz geleistet. Das mittlere Managment wird auch aus dem privaten Bereich mit dieser Technik vertraut sein. „Trotzdem“ wird es komplexe Themen geben, die einen Menschen brauchen. Das ist dann der Bereich von Assistentinnen, die in zwei oder drei Feldern eine Expertise haben.  Sie arbeiten gemeinsam mit KollegInnen mit ähnlichen und anderen Gebieten. Welche Felder für diese Service-Center in Frage kommen, ist noch nicht absehbar. Es ist eine Gestaltungsaufgabe von Assistenz, Vorgesetzten und Personalbereich herauszufinden, was der Mensch besser kann als die Technik. Daher gibt es auch hier noch keine absehbaren Qualifizierungswege.
  • Es wird einen Bereich von „Prozesskompetenz“ geben. Wahrscheinlich werden auch in Zukunft die Unternehmen und Organisationen mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sein. Prozesse und Abläufe müssen daher immer wieder in Frage gestellt und angepasst werden. Aus heutiger Sicht sind die Werkzeuge für diese Prozesskompetenz z. B. agiles Projektmanagement, Six Sigma oder Ansätze aus dem LEAN-Bereich. Damit gibt es aus dem heutigen Blick Qualifizierungsmöglichkeiten – ohne Garantie, dass dies auch die Werkzeuge der Zukunft sind.
  • Als letzte Alternative wird es sicher noch mehr als heute „Freelancer“ geben. Vor allem im Bereich „Service-Center“ könnte die Assistenz mit einem eigenen Unternehmen Dienstleistungen an Unternehmen anbieten, die keine eigenen „Service-Center“ haben. Statt Qualifizierungswegen braucht es hier Mut, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Und jetzt?

Wie geht es Ihnen, wenn Sie das lesen? Haben Sie Lust und freuen Sie diese Zukunftsperspektiven oder ängstigen Sie diese Alternativen? Wichtig ist, dass Sie anfangen, Verantwortung für Ihre berufliche Zukunft zu übernehmen – und z. B. entscheiden, welcher Weg für Sie attraktiver ist.

Das Wort zum Schluss

Ganz am Ende noch einen Kommentar zu meiner „Kristallkugel“: Ob diese Alternativen tatsächlich Zukunft werden, weiß ich nicht. Bisher hat der Beruf Assistenz jede technische Entwicklung „überlebt“ und sich neu justiert. Das wird auch dieses Mal so sein. Aus meiner Sicht sind die Zeiten zum Justieren und Gestalten dieses Mal wohl kürzer und der „Impact“ der Technik ist größer. Also: Was ist Ihr nächster Schritt zum Gestalten Ihrer beruflichen Zukunft?

Change it, love it or leave it mit Sisyphos

Wer kennt das nicht: Da ist frau unzufrieden mit einem Ablauf, Prozess, einer Situation, mit sich selbst oder anderen und versucht mit viel gutem Willen, das zu ändern.  Der Erfolg will sich nicht so richtig einstellen, Frust entsteht. Von anderen ist dann schnell gesagt „Change it, love it or leave it“ (verändere, was du verändern kannst – akzeptiere, was du nicht verändern kannst – lasse / verlasse, was du nicht akzeptieren kannst). Diese alte Weisheit hört sich einfach an. Doch was meint das genau?

Um eine Idee zu bekommen, was diese alte Lebensweisheit meint, packen wir doch einfach Sisyphos in diese Weisheit hinein. Sisphos ist der mit dem Stein, der ihn immer wieder hinaufrollt, weil der Stein immer wieder hinunter rollt. Wie können wir nun Sisyphos mit Change it, love it or leave it verknüpfen?

Change it bedeutet, dass Sisyphos mit vielen Ideen zur Optimierung des Prozesses den Stein immer wieder hinaufrollt. Der Stein rollt wieder hinab und Sisyphos versucht es ein weiteres Mal. Diese Optimierung geht Sisyphos mit Gleichmut und Gelassenheit an. Er hat Ideen, wie er den Stein besser rollen und oben platzieren kann. Beim Hinuntergehen überlegt er, wie er beim nächsten Mal den Stein auf eine andere Art und Weise nach oben rollen kann und so platziert, dass der Stein liegen bleibt. Ausschlaggebend für Change it ist, dass Sisyphos die Optimierung mit gutem Gefühl und „Hoffnung“ auf Erfolg angeht.

Sobald sich das Gefühl verändert, Ärger, Frust, Enttäuschung oder auch Wut auftaucht, ist es Zeit, zu Love it zu wechseln. Für unseren Sisyphos bedeutet das, dass er alle Optimierungsversuche aufgibt. Er hat verstanden, dass es keine Möglichkeit gibt, dass der Stein oben liegen bleibt. Trotzdem ist es seine Aufgabe, den Stein immer wieder nach oben zu rollen. Und das tut Sisyphos mit Gleichmut. Er rollte den  Stein mit Gelassenheit nach oben und ist ganz in seinem Tun. Beim Weg nach unten ist er ohne Groll. Beim nächsten Rollen geht es genauso wieder mit Gelassenheit und Gleichmut nach oben. Es ist nicht relevant für ihn, dass er den Stein immer wieder nach oben rollt und dieser immer wieder nach unten rollt. Es ist seine Aufgbe, den Stein hinauf zu rollen, hinunterzulaufen und mit dem Stein wieder nach oben zu gehen. Diese Aufgabe erledigt Sisyphos und es geht im gut dabei.

Wenn Sisyphos nun Ärger, Wut oder Frust vespürt, ob der Tatsache, dass er den Stein nach oben rollt und dieser nicht liegen bleibt, ist es Zeit für „leave it“. Unser Sisyphos setzt sich neben den Stein. Er hat nicht „aufgegeben“, sondern lässt sein Ziel, dass der Stein liegen bleibt, los. Neben dem Stein ist er ganz „da“, tut aber nichts mehr. Es ist jetzt einfach so, dass er nichts mehr mit oder für den Stein tut.

Wenn Sisyphos sich langweilt, sich überflüssig fühlt oder ihm das Sitzen neben dem Stein einfach nicht mehr gefällt, kann er auch gehen. Das wäre dann Leave it als verlassen. Dann ist Sisyphos frei für Neues.

Wo sind Sie in Ihrem Arbeitsalltag am Jammern, sich beschweren oder unzufrieden? Was wäre der für Sie nächste Schritt? Sind Sie noch im Change it und es wäre Zeit für Love it? Oder sind Sie schon in Love it angekommen und es wäre Zeit für Leave it? Oder ist es Zeit zu gehen, weil alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind?

Sisyphos ist ein gutes Beispiel, wie wir mit mehr Gelassenheit Veränderung und Zufriedenheit erreichen können. Viel Erfolg dabei!

Konflikte mit dem Chef – Artikel in Miss Moneypenny

Viele Menschen mögen Konflikte nicht und scheuen die Auseinandersetzung. Doch Konflikte lösen sich selten von selbst – daher benötigt eine Assistenten Kompetenz in der Konfliktbewältigung. In aktuellen Beitrag in Miss Moneypenny, einem Magazin für Assistentinnen und Sekretärinnen in der Schweiz, konnte ich in einem Artikel Erklärungs- und Lösungsansätze für Konflikte mit dem Chef beschreiben.

Den Artikel finden Sie hier: http://www.missmoneypenny.ch/article/aerger-mit-dem-chef-was-nun

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden.

OneNote für Chef und Assistenz

Digitalisierung, Assistenz 4.0, Chefs, die einiges selbst elektronisch machen – das sind Rahmenbedingungen für einen elektronisch vorbereiteten Jour Fixe. OneNote ist dafür ein gutes Medium.

OneNote ist ein elektronisches Notizbuch, das aus vielen Quellen „befüllt“ werden kann. Über OneDrive kann das Notizbuch auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden. In diesem Beitrag geht es nicht um die technische Seite, sondern die Frage, wie ein elektronisches Notizbuch sinnvoll gestaltet sein kann.

So können Sie starten

Erstellen Sie eine OneNote-Datei (also ein elektronisches Notizbuch), speichern Sie es auf OneDrive und geben die Datei für Ihren ChefIn frei –  das ist die technische Seite.

Das könnte die Struktur sein

In OneNote gibt es Abschnitte, in denen Seiten entstehen. Entscheiden Sie, welche Abschnitte nötig sind. Das können z. B. sein:

  • Mails zur Klärung (Seiten = einzelne Mails) / könnte auch unter Jour Fixe Assistentin sein
  • Gremien / Meetings (Seiten = einzelnes Gremium / Meeting)
  • Reisen (Seiten = jede Reise)
  • Präsentationen (Seiten = einzelne Präsentation)
  • Jour Fixe der Assistentin (Seiten = einzelner Jour Fixe-Termin)
  • Jour Fixe der Mitarbeiter (Seiten = einzelner Mitarbeiter)
  • Jour Fixe des ChefIn (Seiten = einzelner Jour Fixe-Termin des ChefIn)
  • Projekte (Seiten = einzelnes Projekt)

Je nach Ihren und seinen Aufgabengebieten können weitere Abschnitte sinnvoll sein.

So arbeiten Sie mit dem Notizbuch

Das Notizbuch wird nun zwischen den Jour Fixe-Terminen gefüllt. Mails aus Outlook können auch über die rechte Maustauste nach OneNote geschickt werden. Dateien (Word, Excel, Powerpoint, PDF, …) können in OneNote ausgewählt und integriert werden. Kommentare oder Anmerkungen entstehen ganz einfach: Sie platzieren den Cursor an einer beliebigen Stelle und ein Textfeld wird erstellt.

Wichtig sind noch die Kategorien. Sie können im Textfeld Zeilen oder markierte Abschnitte kennzeichnen. Etliche Kategorien sind schon vorhanden: Wichtig / Frage / Aufgabe / für später vormerken / Definition / etc. Vor dem Jour Fixe nutzen Sie die Funktion „Kategorien suchen“. Sie erhalten eine Zusammenfassung, wo in Ihrem Notizbuch welche Kategorie verwendet wurde. So können Sie gemeinsam sehr effizient die Punkte klären.

Wenn Sie wissen wollen,was Ihr ChefIn hinzugefügt hat, geht das über den Reiter „Verlauf“ und dann „letzte Änderungen“ oder auch „Autoren suchen“.

Alles was erledigt ist und sich „alleinig“ auf einer Seite befindet, kann als gesamte Seite gelöscht werden (rechte Maustaste auf dem Verzeichnis der Seiten) oder Sie schieben die Seite in einen Abschnitt „erledigt“.

ChefInnen, die ein Tablet haben, können mit dem Stift manuellen Text erzeugen. Dieser kann später über das OCR-Tool von OneNote in Text verwandelt werden.

Wer tiefer einsteigen will, wird in Youtube mit Tutorials zu OneNote fündig.

Ich finde, dass das ein gutes Vorgehen für einen elektronisch vorbereiteten Jour Fixe ist! Was meinen Sie?